Liebe Besucher unserer Home-Page

Liebe Besucher,

an dieser Stelle wollen wir Wanderfreundinnen und Wanderfreunden zu Wort kommen lassen,die an den Veranstaltungen des RGV-Görlitz als Gast teilgenommen haben.

An der Kleinen Teichbaude
Blick von der Wiesenbaude zur Schneekoppe

Wanderwoche mit dem Riesengebirgsverein

Mein Wanderfreund Joachim Morgenstern aus Görlitz, Rennername "Riesengebirgler", war im letzten Jahr mit mir auf dem Rennsteig unterwegs. Es war seine 4. Runst. In diesem Jahr läuft er mit mir zum Rhein. Auch dies ist dann seine 4. Runst. So kam es, dass er Susanne und mich zu einer Wanderwoche ins Riesengebirge eingeladen hat. Joachim ist Vorsitzender der Ortsgruppe Görlitz und mit seiner Frau Hanna die gute Seele im Verein. Sie schreiben die Chronik, organisieren die Wanderwochen und forschen an der Geschichte von Riesengebirge und Verein. Am Montag, den 04. Juni 2012, reisten wir über Görlitz zur Erlebachbaude, einer sehr schönen Unterkunft, die ich nur weiterempfehlen kann, an. Die Erlebachbaude bei Spindlermühle bietet mit ihrer Lage in 1150 m NN eine gute Ausgangsposition für Wanderungen in den östlichen und westlichen Teil des Riesengebirges. Am Nachmittag unternahmen wir unsere erste Wanderung vorbei an den Vogelsteinen, der Bradlerbaude und Bärengrundbaude zur urigen Daftebaude, wo es Kaffee und Palatschinken mit Heidelbeeren gab. Der Dienstag war regnerisch, so dass wir nur eine kleine Wanderung vorbei an der Weißwassergrundbaude nach Spindlermühle unternahmen. Für Mittwoch hatten wir uns den westlichen Kammweg vorgenommen. Es ging vorbei an den Mädelsteinen zur Schneegrube mit seiner Baude. Hier entdeckten wir die Zwergprimel "Hab' mich lieb". Das Koppenblümchen ist im Wappen des Vereins verewigt. An Elbquelle und Elbfallbaude vorbei gelangten wir zu unserer Einkehr in der Martinsbaude. Von hier stammt die bekannte Tennisspielerin Martina Navratilova. Am Donnerstag war nun der östliche Kammweg an der Reihe. An den Mittagssteinen vorbei, bestiegen wir die Schneekoppe, mit 1602 m NN der höchste Berg des Riesengebirges. Anschließend kehrten wir in der Wiesenbaude und später noch in der Weißwassergrundbaude ein. Durch den Teufelsgrund gelangten wir zurück. Freitag ging es mit dem Lift auf den Planur, vorbei an den Keilbauden kehrten wir in der Chalupa ein. Zurück ging es über die Geiergucke, Wiesenbaude und Mittagssteine. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Lift auf den Bärhübel, vorbei an Goldhöhe und Pantschefall erreichten wir die Elbfallbaude. Nach unserer Einkehr ging es durch den Elbgrund nach Spindlermühle. Heute war er nun dran, mehrere Tage machte es schon die Runde. Am Sonntag laufen wir den Gehängeweg. Ein traumhaft schöner und anspruchsvoller Weg unterhalb des östlichen Kammweges. Wir kamen zu den Dreisteinen und zum Kleinen Teich mit der wunderschön gelegenen Kleinen Teichbaude. Ab Hampelbaude goss es in Strömen, so dass wir froh waren, als wir die Erlebachbaude erreicht hatten.  Für unseren letzten Tag hatten wir uns eine gemütliche Wanderung auf dem Panoramaweg nach Spindlermühle vorgenommen. Zum Schluss gab es in einem schönen Cafe' Palatschinken "Paris". Ob man in Paris von der Existenz dieser Spezialität weiß, ist mir nicht bekannt. Es war eine tolle Wanderwoche, wir fühlten uns von Anfang an wie im Rennsteigverein bei den Wanderungen und an den Abenden mit einer Herzlichkeit aufgenommen. Besonders freute uns, wie unser "Riesengebirgler" allen mit einer Begeisterung von den Runsten auf dem Rennsteig  und zum Rhein  und unseren Traditionen  erzählte. So durfte ich jeden Morgen einen Wanderspruch zum Besten geben. Schön fanden wir die Aufteilung in verschiedenen Wandergruppen, je nach Kondition.
Mit diesem Bericht möchte ich dazu anregen, auch einmal mit anderen Wandervereinen oder anderen Ortsgruppen  des Rennsteigvereins  zu wandern. Man lernt neue Wanderfreunde und neue Wandergebiete kennen. Es ist eine große Bereicherung und stärkt die Wandergemeinschaft.

Lutz Hähner

Wanderfreund Hähner ist Landeswegewart von Thüringen und Hauptnaturschutzwart im Rennsteigverein und hat diesen Artikel für die Vereinszeitschrift "Mareile" geschrieben und uns freundlicherweise gestattet, den Artikel zu übernehmen.